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Rechte Gewalt in NRW : Opferschutz ohne langfristige Förderung
Quelle: WDR 2 - 18.06.2014

192 rechte Gewaltdelikte im vergangenen Jahr
Der Verfassungsschutzbericht des NRW-Innenministeriums spricht für das vergangene Jahr von 192 Gewaltdelikten mit rechtsradikalem Hintergrund. Die Zahl befindet sich seit 2010 auf ähnlichem Niveau. Wahrscheinlich ist aber, dass die Dunkelziffer höher ist. Um die Opfer rechter Gewalttaten kümmern sich in Nordrhein-Westfalen hauptsächlich zwei Verbände: "Back up" in Dortmund und die "Opferberatungsstelle Rheinland" in Düsseldorf. 2011 beziehungsweise 2012 wurden die beiden Vereine gegründet. "Back up" in Dortmund bekommt aktuell pro Jahr 250.000 Euro vom Land und 50.000 Euro von der Stadt.

Keine langfristige Planung möglich
Doch es gibt Probleme mit der Finanzierung: Die Fördergelder müssten jedes Jahr neu beantragt werden, sagt Franca Ziborowius, Sozialarbeiterin beim Dortmunder Projekt "Back up". Dadurch sei es schwer, genug Personal zu bekommen, weil die Unsicherheit bei den Mitarbeitern groß sei: "Keiner weiß, ob er in einem Jahr noch einen Job hat", erklärt Ziborowius. Auch für die Opfer rechter Gewalt sei die Situation verbesserungsbedürftig. Die Betreuung nach einer Gewalttat ziehe sich oft über Jahre hin. Die Opfer bräuchten die Sicherheit, dass sie langfristig betreut würden, so Ziborowius.